Naturgedichte für den Morgenkreis

Naturgedichte für den Morgenkreis

Möchtest du deinen Morgenkreis im Kindergarten oder der Grundschule mit der Kraft der Natur bereichern und suchst nach geeigneten Gedichten, die Kinder begeistern und fördern? Dann bist du hier genau richtig, denn Naturgedichte für den Morgenkreis sind ein mächtiges Werkzeug, um Kinder für ihre Umwelt zu sensibilisieren, ihre Sprachentwicklung zu fördern und eine tiefe Verbindung zur Natur zu etablieren.

Das sind die beliebtesten Naturgedichte Morgenkreis Produkte

Keine Produkte gefunden.

Warum Naturgedichte im Morgenkreis?

Die Integration von Naturgedichten in den Morgenkreis bietet vielfältige pädagogische Vorteile. Sie wecken die Neugier der Kinder auf ihre natürliche Umgebung, fördern das Sprachverständnis und die Ausdrucksfähigkeit und schaffen eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre, die den Start in den Tag erleichtert. Durch die rhythmische Sprache und die bildhaften Darstellungen der Natur werden Gedächtnis und Vorstellungskraft angeregt. Kinder lernen, die Schönheit und Vielfalt der Natur wahrzunehmen und Wertschätzung dafür zu entwickeln.

Die Auswahl des richtigen Naturgedichts

Die Auswahl eines passenden Naturgedichts für den Morgenkreis hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Altersgerechtheit: Achte auf einfache Sprache, klare Bilder und einen eingängigen Rhythmus, besonders für jüngere Kinder. Ältere Kinder können komplexere Themen und sprachliche Feinheiten aufnehmen.
  • Thematische Relevanz: Wähle Gedichte, die die aktuelle Jahreszeit, besondere Naturereignisse (z.B. Regen, Schnee, Sonnenschein) oder Tiere und Pflanzen in der Umgebung thematisieren.
  • Klang und Rhythmus: Gedichte mit deutlichem Rhythmus und Reimschema sind für Kinder oft leichter zu merken und machen mehr Spaß beim Vortragen.
  • Interaktionsmöglichkeiten: Manche Gedichte laden zu Bewegungen, Geräuschen oder kleinen Spielen ein, was die Aufmerksamkeit der Kinder erhöht.

Kategorien von Naturgedichten für den Morgenkreis

Naturgedichte lassen sich vielfältig kategorisieren, um dir bei der Auswahl zu helfen:

Kategorie Beschreibung Beispiele für Themen Pädagogische Ziele
Jahreszeiten-Gedichte Gedichte, die sich spezifisch mit den Merkmalen und der Atmosphäre einer bestimmten Jahreszeit auseinandersetzen. Frühling (Blumen, Vögel), Sommer (Sonne, Wärme), Herbst (bunte Blätter, Wind), Winter (Schnee, Kälte) Förderung des Zeitverständnisses, Wahrnehmung von Naturveränderungen, Wortschatz zu Jahreszeiten.
Tiergedichte Gedichte, die Tiere in ihrem Lebensraum beschreiben, ihre Verhaltensweisen oder Geräusche imitieren. Vögel zwitschern, Igel im Laub, Käfer krabbeln, Hase hoppelt Tierkenntnisse, Empathie, Nachahmung von Lauten und Bewegungen, Beobachtungsgabe.
Pflanzen- und Baumgedichte Gedichte, die die Schönheit, das Wachstum und die Merkmale von Pflanzen, Blumen und Bäumen thematisieren. Blumenwiese, starker Baum, kleiner Samen, Sonnenblume Wahrnehmung von Wachstumsprozessen, Wertschätzung für Pflanzen, Wortschatz zu Pflanzenarten.
Wetter- und Himmelsgedichte Gedichte über Sonne, Mond, Sterne, Wolken, Regen, Schnee und Wind. Regentropfen, Sonnenschein, Mondlicht, Wolkenbilder, Windspiele Wetterphänomene verstehen, Sprachbilder entwickeln, Neugier auf den Himmel wecken.
Erlebnisgedichte Gedichte, die ein bestimmtes Naturerlebnis beschreiben, das Kinder oft selbst machen. Spaziergang im Wald, barfuß im Gras, Steine sammeln, Bachplätschern Erinnerungsbildung, Verknüpfung mit eigenen Erfahrungen, Ausdruck von Gefühlen.

Didaktische Umsetzung im Morgenkreis

Die reine Rezitation eines Gedichts ist nur der Anfang. Um die Wirkung zu maximieren, kannst du folgende Methoden anwenden:

  • Bildhafte Vorstellung: Beginne mit einer kurzen Einführung, die die Stimmung des Gedichts aufgreift, z.B. durch eine Bewegung oder ein Geräusch.
  • Gestaltung und Bewegung: Lass die Kinder die Inhalte des Gedichts durch einfache Bewegungen nachahmen. Bei einem Gedicht über Vögel könnten die Kinder fliegen, bei einem Gedicht über Regen die Finger wie Tropfen fallen lassen.
  • Geräuschnachahmung: Ermutige die Kinder, die im Gedicht beschriebenen Geräusche nachzuahmen, sei es das Zwitschern eines Vogels, das Rauschen des Windes oder das Plätschern eines Baches.
  • Einfache Requisiten: Nutze Naturmaterialien wie Blätter, Steine oder Kastanien, um das Gedicht zu illustrieren und den Kindern zum Fühlen zu geben.
  • Wiederholung und Variation: Wiederhole das Gedicht über mehrere Tage, um es zu festigen. Variiere den Vortrag, indem du mal leiser, mal lauter, mal schneller, mal langsamer sprichst.
  • Kreative Weiterführung: Nach dem Gedicht kann eine gemeinsame Bastelaktion, ein Bild oder eine kurze Geschichte zum Thema des Gedichts stattfinden.

Beispiele für Naturgedichte und ihre Anwendung

Frühlingserwachen: „Kleine Schnecke“ von James Krüss

Gedicht:
Kleine Schnecke, kleine Schnecke,
Komm hervor aus deinem Hause!
Häng die Hörner an die Decke,
Und tritt heraus aus deiner Klause!
Die Sonne scheint, die Luft ist lau,
Der Tag ist schon so wunderbar.
Komm, wir streifen durch das Gras im Tau,
Oh, wie schön ist diese Frühlingszeit, fürwahr!

Anwendung: Dieses Gedicht eignet sich hervorragend, um die Wiederkehr des Lebens nach dem Winter zu thematisieren. Die Kinder können sich langsam wie eine Schnecke bewegen, ihre Finger als Fühler ausstrecken und die Wärme der Sonne mit ausgestreckten Armen spüren. Der Fokus liegt auf der Behutsamkeit und dem langsamen Erwachen der Natur.

Sommerfreude: „Sommerregen“ von Josef Guggenmos

Gedicht:
Der Sommerregen fällt,
Er kitzelt meine Haut.
Die Erde saugt ihn schnell,
Die Blumen werden laut.
Sie duften süß und frisch,
So wunderbar und fein.
Ich steh‘ auf einem Tisch,
Und singe Liederlein.

Anwendung: Mit diesem Gedicht kann die erfrischende Wirkung des Regens im Sommer thematisiert werden. Die Kinder können mit den Fingern auf den Boden tippen, um das Regenprasseln nachzuahmen, und sich dann ausstrecken und die erfrischende Luft spüren. Die Freude an den Duften der Pflanzen kann durch Einatmen und ein Lächeln ausgedrückt werden.

Herbstfärbung: „Bunte Blätter“ (Volksgut)

Gedicht:
Bunte Blätter, bunte Blätter,
Tanzen durch die Luft so sacht.
Rot und gelb und braun und lila,
Wie ein bunter Farbenpracht.
Sie fallen von den Bäumen nieder,
Decken bald die Erde zu.
Ein bunter Teppich breitet sich,
In der kühlen Herbstesruh‘.

Anwendung: Dieses Gedicht visualisiert die Farbenpracht des Herbstes. Die Kinder können sich wie bunte Blätter im Wind drehen und fallen lassen. Sie können die verschiedenen Farben nennen und dann einen imaginären bunten Teppich auf dem Boden ausbreiten.

Winterzauber: „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ (Volkslied/Gedicht)

Gedicht:
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
Komm zu mir herein.
Mach’ deine Füßchen,
Im Tanze nicht klein.
So weiß, wie du bist,
So rein, wie du bist,
Komm, tanz mit mir,
Ach, wie ich dich lieb!

Anwendung: Ein klassisches Gedicht für den Winter. Die Kinder können ihre Hände sanft sinken lassen, um fallende Schneeflocken darzustellen, und einen leichten, anmutigen Tanz ausführen. Die Reinheit und Stille des Schnees kann durch leise und sanfte Stimme vermittelt werden.

Gedichte für fortgeschrittene kleine Entdecker

Waldabenteuer: „Waldlied“ von Peter Rosegger

Gedichtauszug:
Ich geh’ im Walde so für mich hin,
Und schaue mich so ringsum.
Ein Käfer krabbelt, ein Vogel singt,
Und der Wind, der durch die Blätter springt.
Die Bäume ragen hoch und grün,
Ein stiller Ort, wo wir uns bemüh’n,
Zu lauschen, zu schauen, zu staunen sehr,
Die Natur ist wunderbar, das wissen wir.

Anwendung: Dieses Gedicht lädt zu einer sinnesorientierten Erkundung ein. Die Kinder können die Geräusche des Waldes nachahmen (Windrauschen, Vogelgezwitscher), sich auf die Suche nach „Käfern“ machen (durch Krabbeln) und die Größe der Bäume durch ausgestreckte Arme darstellen. Es fördert die Achtsamkeit und das Beobachten.

Die Kraft der Sonne: „Sonne, liebe Sonne“ (Kindergebet/Gedicht)

Gedicht:
Sonne, liebe Sonne,
Scheine mir ins Herz hinein.
Gib mir deine Wärme,
Mache mich froh und rein.
Deine Strahlen tanzen,
Auf der grünen Erd‘.
Schenke uns dein Lachen,
Jeder Tag ist liebenswert.

Anwendung: Hier steht die positive Energie der Sonne im Fokus. Die Kinder können ihre Hände wie Sonnenstrahlen ausbreiten und die Wärme auf ihrer Haut spüren. Das Lachen der Sonne kann durch ein gemeinsames Lachen dargestellt werden. Dieses Gedicht wirkt aufmunternd und positiv.

Sprachförderung durch Naturgedichte

Naturgedichte sind ein unschätzbares Werkzeug zur Sprachförderung. Durch das Hören, Wiederholen und Nachsprechen lernen Kinder:

  • Wortschatz erweitern: Neue Begriffe aus der Natur (z.B. Blätter, Äste, Blüten, Tau) werden spielerisch aufgenommen.
  • Aussprache verbessern: Die rhythmische und oft reimende Sprache hilft bei der Artikulation und dem Fluss des Sprechens.
  • Hörverständnis schärfen: Kinder lernen, auf Details in der Sprache zu achten und Bedeutungsnuancen zu erkennen.
  • Satzbau und Grammatik: Durch das wiederholte Hören von Gedichten prägen sich Satzstrukturen und grammatikalische Regeln unbewusst ein.
  • Kreativen Ausdruck fördern: Die bildhafte Sprache regt die eigene Vorstellungskraft an und ermutigt Kinder, eigene Worte zu finden.

zur Bedeutung von Naturgedichten

Naturgedichte im Morgenkreis sind weit mehr als nur eine nette Beschäftigung. Sie sind ein integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Erziehung, die Kinder mit der Natur verbindet, ihre sprachliche und kognitive Entwicklung fördert und ihnen hilft, eine liebevolle und respektvolle Haltung gegenüber ihrer Umwelt zu entwickeln. Die Einfachheit und Tiefe dieser Gedichte ermöglichen es jedem Kind, Zugang zu finden und die Magie der Natur in Worte zu fassen.

Das sind die neuesten Naturgedichte Morgenkreis Produkte mit der besten Bewertung

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Naturgedichte für den Morgenkreis

Wie alt sollten die Kinder sein, um Naturgedichte im Morgenkreis zu hören?

Naturgedichte können bereits für Kleinkinder ab etwa zwei Jahren geeignet sein, wenn die Gedichte sehr einfach strukturiert sind und stark auf Bewegung und Geräusche setzen. Mit zunehmendem Alter können die Gedichte komplexer und thematisch vielfältiger werden. Für Vorschulkinder und Grundschüler eignen sich eine breite Palette von Gedichten, wobei die Auswahl immer an die konkrete Gruppe angepasst werden sollte.

Wie oft sollte ich Naturgedichte im Morgenkreis einsetzen?

Eine regelmäßige Einbindung ist empfehlenswert. Ideal ist es, Naturgedichte mehrmals pro Woche, vielleicht sogar täglich, in den Morgenkreis zu integrieren. Die thematische Ausrichtung kann sich an der aktuellen Jahreszeit, besonderen Naturereignissen oder den Interessen der Kinder orientieren. Kontinuität hilft den Kindern, die Gedichte zu verinnerlichen und den Bezug zur Natur zu stärken.

Was mache ich, wenn die Kinder das Gedicht nicht sofort mögen oder ruhig zuhören?

Geduld ist hier der Schlüssel. Nicht jedes Kind reagiert sofort begeistert. Versuche, das Gedicht mit Begeisterung und verschiedenen Stimmlagen vorzutragen. Baue Interaktion ein, wie schon erwähnt (Bewegung, Geräusche). Manchmal hilft es, das Gedicht erst einmal nur vorzulesen und später mit Gestik und Mimik zu untermalen. Wiederholung ist ebenfalls wichtig; oft schätzen Kinder die Vertrautheit eines Gedichts erst nach mehrmaligem Hören.

Welche Rolle spielen Reime und Rhythmus in Naturgedichten für Kinder?

Reime und Rhythmus sind für Kinder äußerst wichtig. Sie machen Gedichte eingängiger, leichter zu merken und machen ihnen mehr Spaß. Der rhythmische Klang strukturiert die Sprache und hilft Kindern, sprachliche Muster zu erkennen und zu verinnerlichen. Dies unterstützt die phonologische Bewusstheit, die eine Grundlage für das Lesen- und Schreibenlernen bildet.

Wie kann ich Naturgedichte mit Aktivitäten verbinden?

Die Verbindung von Gedichten mit praktischen Aktivitäten ist sehr wirkungsvoll. Nach einem Gedicht über einen Käfer können die Kinder zum Beispiel Käfer malen oder mit Knete formen. Ein Gedicht über den Regen kann durch eine Wasserspielaktion oder das Ausgießen von Wasser ergänzt werden. Auch kleine Waldspaziergänge oder das Sammeln von Naturmaterialien im Anschluss an ein passendes Gedicht stärken die Verbindung zur Natur und vertiefen das Erlebte.

Gibt es bestimmte Naturgedichte, die man vermeiden sollte?

Grundsätzlich sind die meisten Naturgedichte für Kinder geeignet. Vorsicht ist jedoch geboten bei Gedichten, die für Kinder zu düster, beängstigend oder komplex sind. Achte darauf, dass die Sprache und die Themen altersgerecht sind und keine unnötige Angst oder Verwirrung stiften. Gedichte, die ein positives Verhältnis zur Natur fördern und ihre Schönheit hervorheben, sind immer eine gute Wahl.

★★★★★ ★★★★★
Bewertungen: 4.9 / 5. 331